...
Diagnose Krebs! Was nun?
Krebs ist nach wie vor eine Diagnose, die Angst macht und große Verunsicherung auslöst.
Informationen zur eigenen Erkrankung sind für die Patienten und deren Angehörige
jetzt von größter Bedeutung.
Es ist jedoch für die Betroffenen oft nur schwierig möglich, verlässliche und objektive Information zu erhalten.
Sie geraten von heute auf morgen in einen wahren Dschungel der Medizin.
Sich zurechtzufinden und das eigene Krankheitsmanagement optimal zu organisieren kann überlebenswichtig sein.
Dieser Blog soll dazu beitragen, sich einen Weg durch den Dschungel der Medizin zu bahnen.
Wenn Patienten mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden, fallen die meisten von Ihnen zunächst mal in ein tiefes, schwarzes Loch. Nichts ist mehr, wie es war, und die Angst breitet sich aus.
Patienten fühlen sich hilflos und überfordert.
Gedanken an Schmerz, Leid, Operationen, lange Klinikaufenthalte, Chemotherapie, Bettlägerigkeit und Tod kommen auf.
Wie geht es jetzt weiter?
Was ist als erstes zu tun?
Wo erhalte ich Informationen?
Der Patient wird urplötzlich in eine Situation hinein katapultiert, die ein umfangreiches Management erfordert, um sich die besten Chancen auf Heilung zu sichern.
Es ist zunächst wichtig, ein Tumorzentrum für die entsprechende Krebsart in der Nähe zu finden.
Ein Tumorzentrum hat zum Ziel, die Betreuung von Krebspatienten in einer Region zu koordinieren und dabei für eine dem Stand des medizinischen Wissens entsprechende Diagnostik und Therapie zu sorgen.
Das bedeutet zum einen, dass die unterschiedlichen Fachrichtungen, die Tumorpatienten interdisziplinär betreuen, möglichst reibungslos zusammenarbeiten und sich zum Beispiel regelmäßig zu Fallbesprechungen (Konsilen) treffen.
Die meisten Tumorzentren bieten auch Beratungsstellen für Patienten und Angehörige an. In Deutschland gibt es etwa 45 Tumorzentren. Des Weiteren soll über Fortbildung für eine schnelle Verbreitung neuer Erkenntnisse bei den Mitarbeitern gesorgt werden.
Die deutschen Tumorzentren sind hier aufgelistet:
http://www.tumorzentren.de/tl_files/dokumente/Flyer/ADT_Broschuere_09.09.13.pdf
Für viele Krebsarten gibt es spezielle Kompetenzzentren.
Kompetenzzentren sind zertifiziert und versprechen damit höchste Versorgungsqualität und eine umfassende und interdisziplinäre Betreuung auf höchstem Niveau.
Da es ca. 100 verschiedene Krebsarten gibt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt auf die einzelnen Kompetenzzentren eingehen.
Für Operationen ist unbedingt von einem "Wald- und Wiesenkrankenhaus" abzuraten. Kompetenzzentren haben mit Operationen der jeweiligen Krebsart die größte Erfahrung. Das kann überlebenswichtig sein.
Jedoch bin ich auf Nachfrage bereit, bei der Suche zu helfen.
Für die Zeit der Behandlung benötigt man dringend einen Hausarzt, einen Facharzt, einen Onkologen und gffs. einen Psychoonkologen und einen Komplementärmediziner.
Wie finde ich nun aber Ärzte, denen ich vertraue?
Begegnung im Gespräch baut auf der Erkenntnis auf, dass die
Sprache das wichtigste Instrument des Arztes ist,
er aber vielfach Schwierigkeiten im Umgang mit diesem
Instrument hat.
Was also kann ich als Patient tun, um zu verstehen, was mein Arzt mir sagen will?
Es gibt 3 Grundmodelle in der Beziehung zwischen Arzt und Patient:
Paternalistisches Modell
Der Arzt hat die Rolle des "Halbgottes in Weiß"
Patient bleibt passiv und wird auf seinen körperlichen Befund reduziert
Missachtung der Autonomie des Patienten
Dienstleistungsmodell
Arzt stellt Dienstleister dar, Patient den Kunden
Der Arzt ist Experte, die Entscheidungskompetenz bleibt beim Patienten
Problem dieses Modells: viele Patienten wollen ihren Arzt nicht als technischen Experten sehen, sie erwarten eine emotionale Anteilnahme
Partnerschaftliches Modell
Kooperative Zusammenarbeit
Patient wird als mündiger Mensch respektiert
Der Arzt hat die Aufgabe den Patienten so aufzuklären, dass dieser zur begründeten Entscheidung befähigt wird
Arzt und Patient sind gemeinsam für alle Entscheidungen verantwortlich
Empathie, Echtheit und positive Wertschätzung als Grundlagen des Arztes dienen der optimalen Nutzung der therapeutischen Beziehung und der Verstärkung der Wirkungen des ärztlichen Handelns.
Frag Dich als Patient, welches Modell in Deiner Beziehung zu Deinem Arzt für dich tragbar ist.
Wenn Dir das erste Modell ausreicht, dann benötigst Du diesen Blog vermutlich nicht.
Die meisten Patienten wünschen sich das dienstleistungs- oder das partnerschaftliche Modell. Manche Betroffenen auch eine Mischung der beiden Möglichkeiten.
Stelle dir ein Team zusammen, welches Dich unterstützt und nicht behindert auf Deinem Weg.
Der Hausarzt ist unerlässlich. Hier sollten alle Informationen zusammenlaufen.
Angenommen, die operierende Klinik schickt ihren Bericht an den Facharzt, der Facharzt wiederum lässt dem Onkologen seine Befunde zukommen usw. kann schnell Chaos entstehen.
Wenn alles bei Deinem Hausarzt landet, ersparst Du dir endloses Suchen nach Befunden, CD-aufnahmen usw.
Der Hausarzt sollte zwingend bereit sein, dir alle Unterlagen zu kopieren und auszuhändigen.
Am Besten legst Du dir einen Ordner an, in dem du alle Unterlagen sammelst.
Dein Hausarzt sollte unbedingt willens sein, ohne lange Diskussionen jederzeit
Deinen Tumormarker bestimmen zu lassen, oder Deine Blutwerte.
Die Erfahrung zeigt, dass viele Ärzte in Kliniken streng nach Leitlinien vorgehen, und diese empfehlen häufig feste Zeitpunkte für die Bestimmung des Tumormarkers.
Das kann für Dich zum Problem werden, wenn Du aus Angst und Unsicherheit gern Zwischenergebnisse hättest.
Du brauchst Deine Kraft für Deine Behandlung und solltest nicht damit belastet werden, alles diskutieren zu müssen.
Ein Facharzt ist ein Arzt, der auf bestimmte Organe spezialisiert ist, z.B Gynäkologe, Neurologe usw.
Der Facharzt stellt häufig einen ersten Verdacht auf eine Krebserkrankung fest.
Er überweist dann zu weiteren Untersuchungen oder direkt in die Klinik.
Nach Operation und nachfolgenden Therapien kann der Facharzt die Nachsorge durchführen.
Er kann spezifische Fragen beantworten und ist fachlich in der Lage, Nachsorgeuntersuchungen durchzuführen.
Der Onkologe ist ein Arzt, der auf Krebserkrankungen spezialisiert ist. Er führt z.B. Chemotherapien durch oder Bestrahlungen.
Ein guter Onkologe sollte umfassend über die Therapie aufklären und Zeit und Geduld für Deine Fragen haben.
Für zwingend erforderlich halte ich persönlich, dass der Onkologe bereit ist, mit Komplementärmedizinern zusammen zu arbeiten.
Manche Schulmediziner lehnen die Zusammenarbeit strikt ab.
Das ist sicher nicht mehr zeitgemäß und dient nicht einer guten Zusammenarbeit mit dem Patienten.
Krebs ist nach wie vor eine Diagnose, die Angst macht und große Verunsicherung auslöst.
Informationen zur eigenen Erkrankung sind für die Patienten und deren Angehörige
jetzt von größter Bedeutung.
Es ist jedoch für die Betroffenen oft nur schwierig möglich, verlässliche und objektive Information zu erhalten.
Sie geraten von heute auf morgen in einen wahren Dschungel der Medizin.
Sich zurechtzufinden und das eigene Krankheitsmanagement optimal zu organisieren kann überlebenswichtig sein.
Dieser Blog soll dazu beitragen, sich einen Weg durch den Dschungel der Medizin zu bahnen.
Wenn Patienten mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden, fallen die meisten von Ihnen zunächst mal in ein tiefes, schwarzes Loch. Nichts ist mehr, wie es war, und die Angst breitet sich aus.
Patienten fühlen sich hilflos und überfordert.
Gedanken an Schmerz, Leid, Operationen, lange Klinikaufenthalte, Chemotherapie, Bettlägerigkeit und Tod kommen auf.
Wie geht es jetzt weiter?
Was ist als erstes zu tun?
Wo erhalte ich Informationen?
Der Patient wird urplötzlich in eine Situation hinein katapultiert, die ein umfangreiches Management erfordert, um sich die besten Chancen auf Heilung zu sichern.
Es ist zunächst wichtig, ein Tumorzentrum für die entsprechende Krebsart in der Nähe zu finden.
Ein Tumorzentrum hat zum Ziel, die Betreuung von Krebspatienten in einer Region zu koordinieren und dabei für eine dem Stand des medizinischen Wissens entsprechende Diagnostik und Therapie zu sorgen.
Das bedeutet zum einen, dass die unterschiedlichen Fachrichtungen, die Tumorpatienten interdisziplinär betreuen, möglichst reibungslos zusammenarbeiten und sich zum Beispiel regelmäßig zu Fallbesprechungen (Konsilen) treffen.
Die meisten Tumorzentren bieten auch Beratungsstellen für Patienten und Angehörige an. In Deutschland gibt es etwa 45 Tumorzentren. Des Weiteren soll über Fortbildung für eine schnelle Verbreitung neuer Erkenntnisse bei den Mitarbeitern gesorgt werden.
Die deutschen Tumorzentren sind hier aufgelistet:
http://www.tumorzentren.de/tl_files/dokumente/Flyer/ADT_Broschuere_09.09.13.pdf
Für viele Krebsarten gibt es spezielle Kompetenzzentren.
Kompetenzzentren sind zertifiziert und versprechen damit höchste Versorgungsqualität und eine umfassende und interdisziplinäre Betreuung auf höchstem Niveau.
Da es ca. 100 verschiedene Krebsarten gibt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt auf die einzelnen Kompetenzzentren eingehen.
Für Operationen ist unbedingt von einem "Wald- und Wiesenkrankenhaus" abzuraten. Kompetenzzentren haben mit Operationen der jeweiligen Krebsart die größte Erfahrung. Das kann überlebenswichtig sein.
Jedoch bin ich auf Nachfrage bereit, bei der Suche zu helfen.
Für die Zeit der Behandlung benötigt man dringend einen Hausarzt, einen Facharzt, einen Onkologen und gffs. einen Psychoonkologen und einen Komplementärmediziner.
Wie finde ich nun aber Ärzte, denen ich vertraue?
Begegnung im Gespräch baut auf der Erkenntnis auf, dass die
Sprache das wichtigste Instrument des Arztes ist,
er aber vielfach Schwierigkeiten im Umgang mit diesem
Instrument hat.
Was also kann ich als Patient tun, um zu verstehen, was mein Arzt mir sagen will?
Es gibt 3 Grundmodelle in der Beziehung zwischen Arzt und Patient:
Paternalistisches Modell
Der Arzt hat die Rolle des "Halbgottes in Weiß"
Patient bleibt passiv und wird auf seinen körperlichen Befund reduziert
Missachtung der Autonomie des Patienten
Dienstleistungsmodell
Arzt stellt Dienstleister dar, Patient den Kunden
Der Arzt ist Experte, die Entscheidungskompetenz bleibt beim Patienten
Problem dieses Modells: viele Patienten wollen ihren Arzt nicht als technischen Experten sehen, sie erwarten eine emotionale Anteilnahme
Partnerschaftliches Modell
Kooperative Zusammenarbeit
Patient wird als mündiger Mensch respektiert
Der Arzt hat die Aufgabe den Patienten so aufzuklären, dass dieser zur begründeten Entscheidung befähigt wird
Arzt und Patient sind gemeinsam für alle Entscheidungen verantwortlich
Empathie, Echtheit und positive Wertschätzung als Grundlagen des Arztes dienen der optimalen Nutzung der therapeutischen Beziehung und der Verstärkung der Wirkungen des ärztlichen Handelns.
Frag Dich als Patient, welches Modell in Deiner Beziehung zu Deinem Arzt für dich tragbar ist.
Wenn Dir das erste Modell ausreicht, dann benötigst Du diesen Blog vermutlich nicht.
Die meisten Patienten wünschen sich das dienstleistungs- oder das partnerschaftliche Modell. Manche Betroffenen auch eine Mischung der beiden Möglichkeiten.
Stelle dir ein Team zusammen, welches Dich unterstützt und nicht behindert auf Deinem Weg.
Der Hausarzt ist unerlässlich. Hier sollten alle Informationen zusammenlaufen.
Angenommen, die operierende Klinik schickt ihren Bericht an den Facharzt, der Facharzt wiederum lässt dem Onkologen seine Befunde zukommen usw. kann schnell Chaos entstehen.
Wenn alles bei Deinem Hausarzt landet, ersparst Du dir endloses Suchen nach Befunden, CD-aufnahmen usw.
Der Hausarzt sollte zwingend bereit sein, dir alle Unterlagen zu kopieren und auszuhändigen.
Am Besten legst Du dir einen Ordner an, in dem du alle Unterlagen sammelst.
Dein Hausarzt sollte unbedingt willens sein, ohne lange Diskussionen jederzeit
Deinen Tumormarker bestimmen zu lassen, oder Deine Blutwerte.
Die Erfahrung zeigt, dass viele Ärzte in Kliniken streng nach Leitlinien vorgehen, und diese empfehlen häufig feste Zeitpunkte für die Bestimmung des Tumormarkers.
Das kann für Dich zum Problem werden, wenn Du aus Angst und Unsicherheit gern Zwischenergebnisse hättest.
Du brauchst Deine Kraft für Deine Behandlung und solltest nicht damit belastet werden, alles diskutieren zu müssen.
Ein Facharzt ist ein Arzt, der auf bestimmte Organe spezialisiert ist, z.B Gynäkologe, Neurologe usw.
Der Facharzt stellt häufig einen ersten Verdacht auf eine Krebserkrankung fest.
Er überweist dann zu weiteren Untersuchungen oder direkt in die Klinik.
Nach Operation und nachfolgenden Therapien kann der Facharzt die Nachsorge durchführen.
Er kann spezifische Fragen beantworten und ist fachlich in der Lage, Nachsorgeuntersuchungen durchzuführen.
Der Onkologe ist ein Arzt, der auf Krebserkrankungen spezialisiert ist. Er führt z.B. Chemotherapien durch oder Bestrahlungen.
Ein guter Onkologe sollte umfassend über die Therapie aufklären und Zeit und Geduld für Deine Fragen haben.
Für zwingend erforderlich halte ich persönlich, dass der Onkologe bereit ist, mit Komplementärmedizinern zusammen zu arbeiten.
Manche Schulmediziner lehnen die Zusammenarbeit strikt ab.
Das ist sicher nicht mehr zeitgemäß und dient nicht einer guten Zusammenarbeit mit dem Patienten.
nodoktor - 28. Okt, 11:40
